Alternative

Arcade Fire: The Suburbs

Hört man den Namen Arcade Fire, denkt man an gefühldurchflutete Powerpoptitel, voll Pathos und Bombast, mit marschierenden Melodien und sphärischen Freudenchören.

Mal für einen Titel zwischendurch war das oft reizvoll, eine ganze Platte lang, mir ein wenig zu viel. Scheinbar erging es Arcade Fire ähnlich und sie suchten mit ihrem dritten Album den Weg zurück zur „Normalität“. Nicht gut und böse stehen im Vordergrund, sondern der Alltag in einer typischen Vorstadt. Kids auf der Suche nach dem Leben oder wenigstens kleinen Abenteuern. Musikalische klingt das Album frisch und rockig, sogar popig, erinnert an britische Bands wie Travis oder die englisch-schwedische Band Razorlight. Arcade Fire kombinieren ihren simplen Indiepop mit Folk und Artrock-Elementen. Bei den Musikkritikern scheint der Hype um die sich gegenseitig befruchtenden Indierock-Kollektive Kanadas vorbei zu sein.

Die Fans von Arcade Fire werden das Album trotzdem oder gerade deshalb mögen, mal gewohnt stampfend und mitreißend, dann mit einem Mal ganz zurückgenommen, gar verzagt, eine Platte zum Immer und Immer wieder hören.

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Clem Snide: Hungry Bird

Bei "Hungry Bird" handelt es sich um das "letzte" Album von Clem Snide, da die Band sich 2006 auflöste, (das Album aber erst 2008 fertig stellte ).

Musikalisch gehen Clem Snide neue Wege, bleiben ihrem liebenswerten Alt-Country-Indie-Rock jedoch treu. Viele ihrer Lieder haben Überlänge. Das ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber auch für Freunde der typischen Barzelay-Texte, mit ihrem Hang zu clever erzählten, apokalyptisch kolorierten Geschichten, gibt es mit Liedern wie Pray wieder schönes Gedankenfutter.

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Eels: Hombre Lobo

Eels ist das Gefäß für die Musik von Mark Oliver Everett.

So werden die Bandmitglieder sowohl im Studio als auch auf der Bühne immer mal wieder ausgewechselt. Genauso überraschend sind die Live-Shows der Band, da jeder Song im Stil des aktuellen Albums neu interpretiert wird. Nichts kann Mark Oliver Everett weniger verstehen, als Fans, die immer wieder das gleiche Konzert abgedudelt sehen wollen und so interpretiert er jeden Song im Stil des aktuellen Albums neu.

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Country

OP8: Slush

OP8 (sprich: Opiate) war der vorübergehende Zusammenschluss von Giant Sand und Lisa Germano.

Howe Gelb und Lisa einzeln und im Duett, plus sparsamer Backingband bieten viel Spaß beim Hören. Coverversionen von „Sand', im Original von Nancy Sinatra und Lee Hazelwood und „Round And Round' von Neil Young stehen neben eigenen Stücken wie dem wundervollen „If I Think Of Love', gesungen von Lisa Germano. Die Platte lebt von den leisen Tönen, den klaren Melodien und einer Fülle von meisterhaft eingebauten Hintergrundgeräuschen und ausgefeilten, feinen Nuancen.

Das die wunderbaren Balladen vom Album "Slush" von 1997 sind, merkt man kaum. Es ist und bleibt zeitlos schön.

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The Twang: Countryfication

The Twang aus Braunschweig spielen Western-Swing, Nashville-Sound, Americana, Hillbilly und Western-Rock. Die Cowboys covern sich schamlos durch die letzten 40 Jahre Musikgeschichte.

Das Ergebnis ist purer Spaß und „Clint Eastwood“ von den Gorillaz eine gelungene Eröffnung. Dann folgen, mehr oder weniger nah am Original, Hits wie „Sympathy For The Devil“, „White Wedding“, „You Shook Me All Night Long“ und „Creep“ in einer atemberaubenden Kamikazecowpunkcountry-Version. Wenn zum Schluss „YMCA“ erklingt, wünscht man sich, es gäbe noch mehr dieser Platten.

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The Twang: Let There Be

Der zweite Streich von The Twang aus Braunschweig darf erneut als gelungene Countrifizierung bezeichnet werden. Unterstützt von prominenten Gästen wie Earle Poole Ball und Tommy Spurlock, geht es wieder zur Sache. Abba, Blur, Soundgarden, Aha, Steve Wonder und die Spice Girls liefern diesmal die Vorlagen. Fun pure.

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Deutsch

Element Of Crime: Immer da wo du bist bin ich nicht

Zehn neue Songs präsentieren "Element of Crime" um Sänger und Gitarrist Sven Regener auf ihrem mittlerweile 13. Album.

Als neue Note stellt die Band ihre Liebe für Countrymusik vor und mischt sie mit vertrauten Klängen der vergangenen Alben. So bleibt doch alles beim Alten, Lieder, die im Tempo mal verhaltener, in der Stimmung melancholischer sind, wie bei "Einer kommt weiter", mal im Walzertakt erklingen, wie bei "Kaffee und Karin", oder eben einfach rocken - wie das Titelstück "Immer da, wo du bist, bin ich nie".

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Jochen Distelmeyer: Heavy

Heavy ist das erste Soloalbum des ehemaligen Blumfeld-Sängers Jochen Distelmeyer.

Zu vermuten, das der Sound des Titels "Wohin mit dem Hass?" dem Album den Titel gab. Knarzig, krachig, heavy kommt die fast schon Hymne daher. Gitarrenlastig, mal düster, mal positiv, zum Mitklatschen einladend wie bei "Lass uns Liebe sein", das restliche Album.

Man weiß nie, wo es eigentlich hingeht, aber langweilig wird es nie.

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Nils Koppruch : Caruso

Nils Koppruch war mir bisher unbekannt. Als ich im Radio seinen Song „Wort im Wasser“ hörte, wollte ich sofort mehr von Ihm hören.

Kurzer Klick auf amazon.de und am nächsten Tag war die Platte im Briefkasten. Von dort kam sie direkt in den CD Schacht meines Autoradios und blieb dort solange, bis ich alle Titel mitsingen konnte. Meine wechselnden Beifahrer fühlten sich oft an Element of Crime erinnert und ganz von der Hand weisen kann man das nicht. Nun zähle ich mich allerdings nicht zu den Element of Crime Liebhabern und bin doch ein Fan von Nils Koppruch und seinem Album Caruso geworden. Eigentlich erzählt er nur eine Geschichte, die der Liebe. In jedem Song variiert er das Thema etwas anders. Musikalisch scheint Nils Koppruch einmal quer durch Nordamerika gezogen zu sein. Blues, Country, Folk und Swing, von allen ein wenig dazu getan, wirkt die Musik aber nie folkloristisch oder aufgesetzt.

Der CD Schacht meines Autoradios scheint der perfekte Ort für das Album Caruso zu sein. Manchmal vergesse ich glatt, das ich schon angekommen bin, denke dann, du müsstest mal eine richtig lange Reise machen, damit du mal in Ruhe die Musik hören kannst. Falls es mich mal auf die Route 66 führen sollte, Nils Koppruch sollte mich begleiten, mit seiner passenden Musik und den Texten, die dann so schön Heimweh nach Liebe und Zuhause erzeugen würden.

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Peter Fox: Stadtaffe

Monatelang in den deutschen Charts präsent, Gold und Platin und jede Menge Preise, Pierre Baigorry alias Peter Fox hat mit seinem Soloausflug von Seeed „Stadtaffe“ eine der erfolgreichsten Solokarrieren in Deutschland hingelegt - seine Konzerte waren immer ausverkauft.

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Good Stuff

Bill Callahan: Sometimes I Wish We Were An Eagle

Bill Callahan ist ein amerikanischer Sänger und Songwriter, der mit seinen einfachsten Produktionen, auf Vier-Spur-Rekordern aufgenommenen Songs, als einer der Vorreiter des Lo-Fi gilt.

Die Songs seines Albums "Sometimes I Wish We Were An Eagle" klingen traurig, schön, klar und so einsam, das man glauben könnte, sie wurden in einem Studio auf der abgewandten Seite des Mondes in einem tiefen Krater aufgenommen. Songs wie "Rococo Zephyr" oder "My Friend" sind musikalische Perlen die man immer wieder hören möchte.

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David Bromberg: Try Me One More Time

Try Me One More Time ist ein spannendes akustisches Bluesalbum, geschmückt mit ausdrucksstarkem Fingerpicking, schönen Songs und guten Vocals.

Die Songauswahl lässt das Herz jedes Fans dieser Musikrichtung höher schlagen: von Robert Johnson über Bob Dylan, über zahlreiche Traditionals bis hin zu zwei Klassikern von Reverend Gary Davis ist alles dabei.

Ein gelungenes Album zum Zurücklehnen und Genießen, klassisch, bluesig und kraftvoll.

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K.C. Mckanzie: DryLand

Das K.C. McKanzie aus dem Land Brandenburg kommt, würde man beim Hören der Platte nicht gleich vermuten.

Inzwischen wohnt sie in Berlin, wo ja Menschen aus aller Herren Länder unterwegs sind und man sich musikalisch über gar nichts wundert. McKanzie gelingt ein Mix aus Americana und Folk Pop mit sinnlichen Melodien und lyrischen Texten. Gitarre, Banjo, Cello und Perkussion kommen sparsam zum Einsatz, tragen das spielerische Tempo, das der Platte ihre Leichtigkeit gibt. Zu der schönen Stimme von K.C. McKanzie gesellt sich ihr langjähriger musikalischer Partner Joe "Budi" Budinsky. Wer ein wenig den Texten lauscht, der findet dann vielleicht auch wieder den Weg nach Brandenburg.

Das Album "DryLand" ist auch in Australien erschienen. Respekt!

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Tom Jones: Praise And Blame

Eigentlich dachte ich, mit Tom Jones werde ich bis an mein Lebensende den Titel "Sexbomb" verbinden und so manchen Oldie, deren Name mir entfallen ist.

Doch das Album "Praise & blame" hat mich eines besseren belehrt. Jetzt höre ich vor meinem inneren Ohr sofort "Did trouble me", den dritten Song auf dem Album. Und irgendwie erinnert es mich an Johnny Cash und "Hurt". Jones covert also wieder, wieder überraschend gut. Diesmal gottesfürchtige Traditionals und Klassiker, die einst Bob Dylan, die Staple Singers oder Mahalia Jackson sangen. Es sind Coverversionen und ich mache mir keine Sorgen um den alten Ton Jones, der so schön nach Las Vegas passt. Und wenn dort oben jemand am Ende auf Tom Jones wartet, hat er sicher mit diesem Album ein paar Punkte gut gemacht.

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Vic Chesnutt: Is The Actor Happy

Der amerikanische Sänger und Songwriter Vic Chesnutt schaut auf ein bewegtes Leben.

Chesnutt wuchs als Adoptivkind auf und schrieb bereits im Alter von fünf Jahren seine ersten Songs. Bei einem Verkehrsunfall 1983, bei dem Chesnutt in betrunkenem Zustand von der Straße abkam, wurde seine untere Körperhälfte gelähmt. Seit dem ist er auf Hilfe oder einen Rollstuhl angewiesen. Im 40 Watt Club in Athens, Georgia, wo er regelmäßig Soloauftritte absolvierte, lernte er Michael Stipe von R.E.M. kennen. Stipe ermutigte ihn, sein erstes Album, "Little" aufzunehmen, das auf dem Independent-Label Texas Hotel erschien. "Is The Actor Happy?" erschien als letztes Album auf Texas Hotel und bildet einen guten Abschluss der gemeinsamen Arbeit mit dem Label und ist mein liebstes Album von Vic Chesnutt.

Die Songs von Vic Chesnutt handeln oft von Depressionen, meist jedoch aus humorvoller Sicht. Seine Texte sind oft verschroben bis surreal. Er war erklärter Anhänger der britischen Poetin Stevie Smith und hat zwei ihrer Gedichte vertont, darunter das bekannte Not Waving But Drowning.

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Willard Grant Conspiracy: Regard the End

The Willard Grant Conspiracy ist ein Musikprojekt aus Boston, Massachusetts um den Sänger und Songschreiber Robert Fisher.

Die Mitglieder sind so zahlreich wie wechselnd. Die Musik ist eine Art düsterer, melancholischer Folk-Rock, die Texte drehen sich meist um Einsamkeit und Verzweiflung, sowie dem Leben in der amerikanischen Provinz. Musikalisch sind Willard Grant Conspiracy nur schwer einzuordnen. Das Album "Regard the End" ist jedoch irgendwie optimistischer als die anderen Alben und deshalb meine Empfehlung. Die einzelnen Titel zeigen die große Bandbreite von Robert Fisher.

Von der Ballade bis zum Popsong „Soft Hand“ reicht das Repertoire. Wobei „Soft Hand“ mein Lieblingsstück des Albums ist. Musik zum immer wieder auflegen und in diesem Fall auch nicht ganz so düster wie gewohnt.

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Jazz

Jamie Cullum: The Pursuit

Jamie Cullum ist ein englischer Jazzpianist und Sänger und gehört zu den absoluten Publikumslieblingen in Großbritannien. Sein erstes Album von etwa 700 Stück, verkaufte Cullum auf seinen Konzerten, mit denen er sich sein Studium finanzierte.

2001 veröffentlichte Cullum sein bestverkauftes Album "Pointless Nostalgic". Im April 2003 unterschrieb er einen rekordverdächtigen Vertrag mit Universal Jazz. Sein fünftes Album "The Pursuit" startet mit einer von der Count-Basie-Big-Band gespielten Swing-Nummer und endet mit dem House-Stück „Music Is Through“. Dazwischen gibt es die volle Packung Energie. Cullum covert Rihannas „Don’t Stop The Music“, probiert sich erfolgreich an „If I Ruled The World“, das seiner Zeit, interpretiert von James Brown, Berühmtheit erlangte.

Musikalisch zieht er sämtliche Register dazu sein herrlich schnoddriger Gesang, das man ihn einfach lieb haben muss.

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Michael Bublé: Crazy Love

Michael Bublé ist ein kanadischer Jazz-Sänger und Schauspieler italienisch-kroatischer Abstammung. Bublé wuchs mit der Jazz-Plattensammlung seines Großvaters auf und verweist gern auf den großen Einfluss sein Großvater auf seinen Musikgeschmack.

Sein Album "Crazy Love" folgt bewährtem Pop/Swing Mustern. Coverversionen wie "All Of Me", "Georgia On My Mind", der Eagles-Klassiker "Heartache Tonight" oder der titelgebende Van Morrison-Song "Crazy Love" werden mit tadellos gefertigten Arrangement vorgetragen. Wo das Ohr hinhört, streichen Geigen im Hintergrund. So oft, dass es fast ein wenig viel wird.

Handwerklich ein sauberes Album, würde ich mir manchmal ein paar kleine Brüche wünschen.

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Silje Nergaard: A Thousand True Stories

Silje Nergaard bringt Einflüsse aus Jazz über Folk und Country bis Rock zusammen um daraus eine ganz individuelle unkategorisierbare Musik entstehen zu lassen.

Das zwölfte Album „A Thousand True Stories“ der Sängerin, mit dieser hellen und unverbrauchten Stimme, stellt sicherlich den bisherigen Höhepunkt der fast zwanzig Jahre andauernden musikalischen Entwicklung Silje Nergaards dar.

Aber auch die vorhergehenden Alben bleiben großartige Platten. So bleibt "Darkness Out Of Blue" für mich ein Favorit ihres Schaffens.

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Pop

Friska Viljor: Tour De Hearts

Das zweite Album von Friska Viljor - Tour De Hearts, ist eine wunderbar leichte Popplatte geworden.

Verspielt, reich an Nuancen, wandelt es zwischen Folk und Pop mit Gitarren und Keyboards unter hinzunahme von Bläsern und Glockenspiel. Der Refrain wird jedesmal gefüllt mit "Ahahahah", "Ohoh" und "Lalala", bis ihn aber auch jeder im Schlaf mitsingen kann. Diesmal lassen Joakim Sveningsson und Daniel Johansson auch erkennen, wo sie ihre Wurzeln sehen und zeigen mit "The Cure" wie es klingen mag, wenn Cure die Shout Out Louds covern würden.

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Jens Lekman: Night Falls Over Kortedala

Der schwedische Musiker Jens Lekman darf sicher als Außenseitermusiker bezeichnet werden. Seine Stilelemente sind komplexe Arrangements mit 60er-Jahre-Einflüssen, Chören und Waldhörnern. Was raus kommt ist ein Mix aus Pop und Rock & Roll. So haben Songs wie "Friday Night At The Drive-In Bing" das Zeug echte Evergreens zu werden.

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Regina Spektor: Far

Als Regina Spektor sechs Jahre alt war, wanderten ihre jüdischen Eltern, eine Musiklehrerin und ein Fotograf, mit ihr aufgrund des Antisemitismus in der damaligen Sowjetunion über Österreich und Italien in die USA aus.

Sie wuchs in der New Yorker Bronx auf, und nach einer Ausbildung in klassischer Musik nahm sie 2001 ihr erstes, selbst produziertes Album mit eigenen Songs auf. Danach folgten viele Kontakte zu nahmhaften Produzenten und Künstlern, wobei es Regina Spektor gelang, Ihren ganz eigenen Stil zu entwickeln und zu pflegen. Ihr aktuelles Album Far wirkt wie ein musikalisches Mosaik. Spektors außergewöhnliche, winterklare Stimme durchwebt alles wie ein einigendes Band, um letztlich irgendwie doch ein Gesamtbild aus sanften Pop und wohldosierte Melancholie zu erschaffen.

Es fällt schwer, nicht auch einen Satz über das Aussehen von Regina Spektor zu verlieren. Heutzutage gibt es ja zum Glück Videos.

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Reggae

Dellé : Before I Grow Old

Dellé, bürgerlich Frank Allessa Dellé alias Eased ist einer der drei Frontmänner der Band Seeed. Sein erstes Solo-Album erschien am 28. August 2009 und heißt „Before I Grow Old“.

Frank Dellé war der letzte der drei Seeed-Frontmänner, der noch kein Soloalbum am Start hatte. Die Single "The Power of Love" von Frankie Goes to Hollywood erwies sich als sehr radiotauglich und gefällt mir inzwischen besser wie das Original. Auch "Pound Power" bleibt gut im Ohr, wenn hier auch deutlich die Seeedwurzeln zum Vorschein kommen.

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The Black Seeds: Solid Ground

Den Entstehungsprozess von "Solid Ground" beschreibt Frontmann Barnaby Weir so: "THE BLACK SEEDS sind als Musiker und im Zusammenhalt einfach tighter geworden. In den vergangenen 10 Jahren haben wir ein solides Fundament gelegt, auf dem wir auch neue Sachen, Stilrichtungen ausprobieren können, ohne den Sound der Band zu verlieren. Jeder ist in seinem individuellen Bereich besser geworden. Aus unserer gemeinsamen Erfahrung heraus, haben wir einige tolle Songs geschrieben."

Die Platte, mit ihrer Mischung aus sonnendurchfluteten Soul- und Reggae-Grooves, gepusht mit dem Sound powernder Bläser, überzeugt.

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Rock

Art Brut: Bang Bang Rock And Roll

Gibt es heutzutage eigentlich noch richtige britische Rockbands? Ja! Mir würde da sofort die britisch-deutsche Indie Band Art Brut aus London und ihr sehr schönes Album "Bang Bang Rock And Roll" einfallen.

Ihr Stil wird dem New British Wave zugeordnet. Als musikalische Einflüsse nennt Sänger und Vordenker von Art Brut Eddie Argos die Band Pulp und den Singer/Songwriter Jonathan Richman. Gegenstand der Songs von Art Brut sind meist Alltagsgeschichten und/oder Tagebuch-Notizen vergangener Tage.

Ihr drittes Album "Art Brut VS Satan" wurde übrigens vom Pixies Sänger Frank Black produziert, der sicher zu Recht auch gern in der Liste der musikalischen Vorbilder genannt worden wäre.

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Elbow: The Seldom Seen Kid

Heutzutage werden einzelne Tracks bei amazon oder iTunes runtergeladen. Macht es da noch Sinn, jahrelange Arbeit in ein Konzeptalbum zu investieren?

Wenn dann nach 14 Tracks die Musik verklingt, gibt es nur eine Option, das Ganze von vorne starten.

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Imelda May: Love Tattoo

Imelda May wurde 1974 in Dublin, Irland unter dem Namen Imelda Clabby geboren. Ihr erstes Soloalbum “Love Tattoo” liegt musikalisch irgendwo zwischen wildem Rockabilly a la Stray Cats und den frühen Jazz- und Bluesstilen aus der Ära von Billie Holiday, Bessie Smith und Ella Fitzgerald.

Die verschiedenen Musikstile vom fetzigem Boogie-Woogie, sinnlichem Vokaljazz, neckischem Jump-Blues und ausgelassenem Rockabilly erinnern an Künstler, wie Hillbilly Moon Explosion, Kim Lenz oder Norah Jones. So war "Love Tattoo" in ihre Heimat Irland und Großbritannien ein großer Erfolg und auch in Deutschland fand die derbe Stomp-Nummer "Johnny Got A Boom-Boom" als Singleauskopplung viele Fans.

Das Album "Love Tattoo" passt eigentlich zu jeder Gelegenheit, zum Aufstehen, Chillen oder zum Tag ausklingen lassen. Und mit jedem Hören findet sich ein neuer musikalischer Lieblingssong.

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Kitty, Daisy & Lewis: Kitty, Daisy & Lewis

Die Durhams aus Kentish Town in Nord-London sind zwei Schwestern und ein Bruder namens Kitty, Daisy und Lewis. Ihre Leidenschaft gilt dem Sound der 40er und 50er Jahre.

Ihre erste offizielle Platte bedient sich vom Hawai Swing über fidelen Rockabilly bis hin zum Country-Stampfer. Neben gut gecoverten Klassikern, wie der Single "Going Up The Country" mit Mundharmonika-Solo und fröhlichem Klatsch-Rhythmus (Canned Heat) - gibt es auch zwei eigene Kompositionen. Unterstützung erhalten die drei von Mama Durham, die bei den Raincoats Schlagzeug spielte und ihre drei Sprösslinge auch heute noch gerne auf Konzertreisen mit swingendem Kontrabss begleitet.

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